Warum Saphire - Teil 1 - ein Kundenblog von Lasse Kleinjohann auf Facebook

29. November, 15:05 Uhr

Warum eigentlich eine Saphire27?

Heute möchte ich Euch gerne etwas näher erläutern, warum ich mich vor gut einem Jahr für die Saphire entschieden habe. Der Markt um Kleinkreuzer ist seit einiger Zeit wieder relativ belebt. Letztes Jahr gab es zum ersten (und leider vorerst auch letzten) Mal die Spaßkisteninsel auf der Hanseboot in Hamburg, ein direkter Vergleich verschiedener Konzepte im Kleinkreuzerbereich. Ich habe diesen Markt genau und lange beobachtet, zuletzt vor meiner Kaufentscheidung für die Saphire besonders neben ihr noch die Bente24 sowie die Seascape27 näher verglichen.

Mein neues Boot sollte trailerbar sein. Das bedeutet für mich, dass ich weder einen Geländewagen als Zugtier, noch Ausnahmegenehmigungen wegen Überbreite benötige. Ich möchte einfach nach Lust und Laune mein Boot an neue Gewässer transportieren können. Die Saphire übertrifft diese Anforderung sogar, denn sie ist nicht nur trailerbar, sondern auch slipbar. Den Mast stelle und lege ich mit einer Jütvorrichtung und bin damit theoretisch komplett unabhängig von Hafeninfrastruktur. Theoretisch deshalb, da einige Häfen auch eine Benutzung der Sliprampe gerne vorab angemeldet haben möchten, damit auch jemand zum Kassieren da ist.

Lykka auf der Sliprampe

Weiter sollte mein neues Boot bewohnbar sein, bewohnbar für eine kleine Crew, 3-4 Personen, sowie einen Zeitraum von Wochen, nicht Tagen. Eben ein Boot, auf dem ich mit ein paar Freunden meinen Sommerurlaub verbringen kann. Viele der aktuellen Kleinkreuzer werden ja als Daysailer oder maximal Weekender gehandelt, wobei ich beide Begriffe eher irreführend finde. Ich lese schon lange den Blog von Digger Hamburg, er schrieb vor einiger Zeit auch einen Beitrag über das selbe Thema. (http://www.diggerhamburg.com/2016/08/05/daysailer-ein-irrtum/)

Ich glaube, dass es nicht viel braucht um einige Wochen auf einem Boot zu verbringen, mehr noch, dass vieles was heute auf klassischen Cruisern ala Bavaria, Hanse und co. als MUSS angesehen wird, ziemlich überflüssig ist. Die Reduktion auf das Wesentliche ist für mich integraler Bestandteil beim Segeln. Ein großes Thema jedoch, weniger bei mir als mehr bei meiner Freundin, waren die Möglichkeiten unterwegs sanitäre Einrichtungen zu nutzen. Jetzt muss ich sagen, dass sie erst durch mich zum Segeln gekommen ist, und dass ihr Einstieg über Charteryachten im Mittelmeerraum erfolgte, sie war also, was das anging, etwas verwöhnt ;-) Lange Zeit war daher die Seascape27 der Favorit, da sie auf dem gleichen Raum über Schotts abgetrennte Räume, und somit ein Minimum an Privatsphäre bietet. Der Nachteil an der ganzen Sache ist jedoch, dass dadurch das Raumgefühl unter Deck sehr beengt und dunkel wirkt, ein wichtiger Punkt, wenn man mal einen verregneten Tag unter Deck verbringen muss. Aber wenn wir mal ehrlich sind, kommt man sich auf einer mehrtägigen Reise auf einem Kleinkreuzer ohnehin nah und unternimmt dieselbe daher sowieso nur mit engen Freunden oder Familie. Die Saphire hat mich unter Deck besonders durch ihre Einfachheit überzeugt. Man hat, was man braucht, nicht mehr, nicht weniger. 4 Matratzen, ausreichend groß, Tisch, Kühlbox, Chemie WC. Keine Schotts, keine Innenschale, kein unnötiger Schnickschnack. Dafür eine enorme Gewichtsersparnis, was sich nicht zuletzt auf die Trailerbarkeit und natürlich die Segeleigenschaften positiv auswirkt.

Lykka in der Bucht von Sv. Ivan / Rovinj (45° 02' 49,5" N 13° 37' 22,9" O)

Im zweiten Teil geht es weiter mit Deckslayout, Cockpit, Einhandfähigkeiten und Segeleigenschaften.

Nachfolgend der Verweis auf einige Facebook-Seiten.